Blume des Monats - Anthurien

blume des monats - anthurien

Sie heißen "Black Queen", "Anastasia", "Cassis" oder "Angel" und sehen mindestens so exotisch aus wie ihre Namen es versprechen: die fantastischen neuen Schnitt-Anthurien. Diese Blumen regen die Phantasie an und verführen uns zu außergewöhnlich kreativen Gestaltungen. Für Sie setzen wir die herrlichen neuen Flamingoblüten trendy, funky und exklusiv in Szene. Wir empfehlen die extrovertierte Blumenschönheit als Blume des Monats im September.

Wer Anthurien bisher immer in die Ecke "altmodisch" gestellt hat - und das sind nicht wenige Menschen - wird sein Urteil jetzt revidieren müssen. Man mag diese Blumen als ein wenig künstlich empfinden, aber unmodern, antiquiert oder unzeitgemäß sind die Neuzüchtungen keinesfalls. Stilvoll, sinnlich, kräftig und mit energischer Ausstrahlung - das sind Begriffe, die die neuen Anthurien korrekt beschreiben.

Erstaunlich: Die Vielfalt

Wer hätte noch vor einigen Jahren gedacht, dass Anthurien, die uniformen, wenig aufregenden roten Flamingoblumen von einst, sich heute in einem solchen Formen- und Farbenrausch präsentieren. Die Pflanze wurde im 19. Jahrhundert entdeckt und nach Europa gebracht. Durch Kreuzung und Selektion sind nun mehr als 200 Sorten auf dem Markt. Es gibt Anthurien mit orange- und rosafarbenen, roten, weißen, grünen, braunen, zweifarbigen oder sogar gesprenkelten Hochblättern. Und das ist erst der Anfang.

blume des monats - anthurien

Der Kolben, der den Pflanzen ihr typisches Aussehen verleiht, weist darauf hin, dass sie zu der riesigen Familie der Aronstabgewächse gehören, wie auch die edle Calla und das Spathiphyllum. Dieser Kolben ist der eigentliche Blütenstand; denn das, was wir gemeinhin als Blüte bezeichnen, ist in Wirklichkeit ein gefärbtes Hochblatt.

Innerhalb der Gattung unterscheidet man zwei wichtige Arten: Anthurium andreanum und Anthurium scherzerianum. Beide sind nach ihren Entdeckern benannt; Edouard Francois André, einem französischen Gartenarchitekt, Autor und Redakteur von Gartenbauzeitschriften und Karl von Scherzer, einem österreichischen Arzt und Botaniker. Anthurium scherzerianum, die kleine Flamingoblume, trägt lanzettlich geformte Laubblätter und ovale bis eiförmige Hochblätter. Die große Flamingoblume, Anthurium andreanum trägt länglich-herzförmige Blätter und große herzfömige, mehr oder weniger "gehämmerte" Hochblätter. Das oftmals sichtbare Aderwerk im "Lackmantel" hat Ähnlichkeit mit kunsthandwerklich bearbeitetem Metall.

Nomen est omen

blume des monats - anthurien

Wörtlich übersetzt bedeutet Anthurie ("anthos" = Blüte und "oura" = Schweif) etwas anrüchig "Blütenschweif", was auf den markanten Blütenstand hinweist. Ihr in Deutschland gebräuchlicher Name "Flamingoblume" ist sehr viel charmanter, verheißt er doch sowohl Exotik und schillernde Eleganz als auch schlanken Wuchs und lange Beine.

Mini-Anthurium

Nicht nur die Farbenvielfalt des Anthurium-Sortiments, auch der Formenreichtum ist beeindruckend. Recht neu sind die Minis, die in Blumensträußen sehr gut mit anderen Blüten harmonieren, da sie schlicht weniger dominant erscheinen. Eine gute Figur machen diese kleinen Blüten auch in Brautsträußen. Übrigens: Ganz wie ihre größeren Artgenossen sind die Blüten lange haltbar.

Pflegetipps

blume des monats - anthurien

Die Schnittanthurie ist nicht nur außergewöhnlich schön, sondern zudem noch sehr lange haltbar. Als floristisch veredelte Einzelblüte benötigt sie kein Frischhaltemittel, verträgt dies aber problemlos.

Eine Zimmertemperatur von 18 bis 22 Grad Celsius ist für Schnittanthurien ideal. Länger anhaltende Temperaturen unter 15 Grad Celsius sind problematisch, da speziell rote Hochblätter dann unschöne Flecken bekommen. Aus diesem Grund bekommen sowohl Schnittanthurien als auch Pflanzen bei uns in den kühlen und kalten Monaten eine Transport-Thermoverpackung unter der Blumenseide.

Fotos:

FDF - Anthurie unlimited - Manegold