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Gartenpflanze des Monats

Helleborus: Zarte Blüten im Winter

Wenn sich die Natur im Winterschlaf befindet, die Bäume und die Beete leblos wirken, sind Blüten echte Mangelware. Eine besonders schöne Ausnahme bildet die Christrose (Helleborus niger). Über dunkelgrünem Laub stehen die – mit auffällig gelben Staubgefäßen gefüllten – weißen Blüten. Es gibt auch Sorten mit zartrosafarbenen, kräftigrosafarbenen, grünen oder fast schwarzen Blüten. Die Knospen öffnen sich je nach Sorte, Standort und Hilfe des Gärtners bereits im Dezember. Andere Blüten zeigen sich erst im Januar oder Februar. Dabei können Kälte und Frost der mehrjährigen Staude nichts anhaben, was ihr auch den Namen Schneerose eingebracht hat.

Gartenpflanzen

Helleborus im Zimmer

Besonders edel wirkt die Christrose mit weihnachtlicher Dekoration. Ein glänzender Übertopf, eine festliche Schleife und einige schimmernde Kugeln harmonieren gut mit den Blüten, ohne ihnen die Schau zu stehlen. Mit einer Lichterkette, die Gefäß und Pflanze gekonnt in Szene setzt, kann man eine besonders festlich-edle Atmosphäre schaffen.

Unser Tipp für Sie

So schön eine floristisch dekorierte Christrose auch aussieht: Ein Platz im warmen Zimmer bekommt ihr höchstens ein paar Tage. Um sie am Leben zu erhalten, sollte sie kalt stehen – so wie in ihrem natürlichen Lebensraum in den Wäldern Zentraleuropas.

Gartenpflanzen Bild Auswahl 1

Helleborus, eine Staude zum Staunen

Die immergrünen Stauden können im Garten ein Alter von 30 Jahren und mehr erreichen. Voraussetzungen sind ein geeigneter Standort (leicht absonnig bis halbschattig) und ein mäßig feuchter bis feuchter, eher lehmiger und kalkhaltiger Boden sein. Und: Die Staude möchte – ähnlich wie Paeonien – gern in Ruhe gelassen werden.

Wer Helleborus als Adventsdekoration für drinnen kauft, hat einen Mehrwert. Statt sie nach dem Fest zu entsorgen, kann man die prächtige Pflanze bei frostfreier Witterung im Garten auspflanzen.

Geschichte zur Blume

Vermutlich verdankt die Christrose ihren Namen dem Umstand, dass sie mit etwas Hilfe des Gärtners bereits zu Weihnachten blüht. Es wird jedoch auch eine Legende über die Entstehung der Art erzählt, die sich vor mehr als 2000 zugetragen haben soll. Demnach hatte ein Hirte auf dem Weg nach Bethlehem kein Geschenk dabei. Das brachte ihn zum Weinen. Dort, wo die Tränen auf die Erde fielen, wuchs eine Blüte so schön wie eine Rose. Der überglückliche Hirte brachte die „Christ-Rose“ dem Jesus-Kind als Geschenk.

Quelle und Foto: Blumenfreunde

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